Etat herbs!
Kräuter spielen in meiner Küche eine extrem wichtige Rolle. Ich benutze sie jeden Tag. Aus diesem Grund habe ich mein Kräuterbeet nahe der Küche angelegt. So habe ich jederzeit, auch bei schlechtem Wetter, Zugriff auf sie. Neben ihrer aromatischen Fülle, interessiert mich auch immer der phytopharmazeutische Nutzen eines Krautes. Außerdem haben sie wertvolle Nährstoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe und vor allen Dingen, Flavonide und somit Antioxidantien. Das ist es was wir, gesund oder auch weniger, brauchen. Diese Stoffe sind unsere Verbündete im Kampf gegen die freien Radikalen und schützen und regenerieren unser Zellen. Nicht ohne Grund werden sie, wegen ihrer therapeutischen Wirkung schon seit Jahrtausenden von Mensch und auch Tier genutzt.
 
Ich möchte deshalb aber auch deutlich darauf hinweisen, daß in der Schwangerschaft und Stillzeit der Gebrauch von Kräutern einzeln abzuklären ist. Manche Kräuter können Wehen auslösen oder in der Stillzeit den Milchfluss behindern oder auch stoppen!

Für mich ist es jedes Mal eine Freude, in den Garten zu gehen und die Kräuter zu ernten und in der Küche zu verarbeiten. Zudem locken sie, sobald sie blühen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an und ernähren auch sie. Aus diesem Grund lasse ich auch viele von den Pflanzen ausblühen, da die Bienen es heut zu Tage auch nicht mehr so leicht haben. Ich habe im Eigenanbau, ob im Bett oder Topf ca. 15- 20 Kräuter, welche ich immer wieder verwende.

Basilikum passt perfekt für Tomatensalate, Fleisch-, Fisch- und Pastagerichte.

In der Naturheilkunde nutzt man die schleim- und krampflösende Wirkung. Außerdem ist er entzündungshemmend und hilft bei Blähungen und Übelkeit.

Bohnenkraut gibt Hülsenfrüchten oder Schmorgerichten den typischen Geschmack. Die jungen, zarten Blättchen nehme ich auch oft für Salate oder Gemüse- Antipasti.

Bohnenkraut stärkt den Magen, fördert die Verdauung und wirkt belebend. Es wirkt lindernd Brechreiz und Durchfall.

Dill ist ideal für Gurkengerichte und Fisch. Zudem schmeckt er mir in Kräuterbutter und würzigen Quarkspeisen.

Ihm wird eine nervenberuhigende Wirkung nachgesagt, Er regt den Appetit an und lindert Verdauungsstörungen und entspannt  bei Magen- Darm- Problemen.

Estragon wird für Soßen, Fisch- und Fleischgerichte genommen.
Passt gut in Eiersalate, Quark- und Buttermischungen.

Estragon sollte man zurückhaltend einsetzen, da er einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen besitzt, die für seinen leicht herben Anisgeschmack verantwortlich sind. Er regt den Appetit und die Magensekretion an.

Liebstöckel wird auch als Maggikraut bezeichnet. Verwende ich hauptsächlich für Suppen und Eintöpfe. Ist auch gut in Kräuterbutter und Quark.

Es wirkt harntreibend und ist deshalb hilfreich bei Nieren- und Blasenleiden, Gicht und Rheuma.

Lorbeer würzt Saucen, Suppen, Fleisch und Fisch. Die getrockneten Blätter müssen mitgegart und sparsam dosiert werden. Frische Blätter vor Gebrauch mehrfach knicken. Wenn man frische Zweige vom Lorbeerstrauch hat, kann man diese auch wunderbar als Grillspieße für Fisch und Fleisch nehmen

Lorbeer ist appetitanregend und verdauungsfördernd. Das Öl wirkt bei Verstauchungen und Verletzungen. Zudem schützen die ätherischen Öle gegen Insekten.

Majoran passt gut zu Frikadellen oder Bratkartoffeln, einfach gut für Deftiges. Ich nehme ihn auch oft für die Füllung von Geflügel oder wenn ich vegetarische Ofengerichte schmore.

Besonders auf die Magenschleimhäute wirkt das Kraut beruhigend und entspannend.

Minze ist gut für Süßspeisen, aber auch zu Fleisch und Fisch mit Joghurtsoße. Lecker sind auch Minzeblätter in Gurken- und Obstsalat. Wenn ich orientalische angehauchte Speisen zubereite, dann ist Minze unerlässlich.

Die ätherischen Öle der Minze regen den Gallenfluss an und beruhigen Magen und Darm.

Oregano ist das Pasta- und Pizzagewürz schlechthin. Ähnlich wie den Thymian kann man Oregano bei fast allen würzigen Gerichten einsetzen.

Er fördert den Appetit und beruhigt die Nerven. Ist auch oft Bestandteil von Hustentees, weil er schleimlösend wirkt.

Petersilie ist das Universalkraut. Es passt zu Suppen, Fleisch, Fisch und Salaten.

Sie ist reich an Provitamin A, Vitamin C, Bi und B2 sowie Kalzium. Petersilie regt die Nierentätigkeit an, wirkt blutreinigend und fördert die Verdauung.

Rosmarin ist perfekt für alle mediterranen Gerichte.

Es lindert Kopfschmerzen, beruhigt bei Nervosität und beeinflusst die Magen-, Darm- und Gallentätigkeit positiv. Als Badezusatz regt Rosmarinöl den Kreislauf an.

Salbei schmeckt gut in Fisch- und Fleischgerichten.
Besitzt ein sehr würziges, leicht bitteres Aroma und sollte darum nur sparsam verwendet werden.

Er wird wegen seiner entzündungshemmenden und verdauungsfördernden Wirkung geschätzt.

Schnittlauch passt zu fast allen herzhaften Gerichten und zu Salaten.

Stärkt mit seinem hohen Vitamin-C- Gehalt die Abwehrkräfte.

Schnittknoblauch nehme ich gern für Kräuterquark und Salatsoßen. Er schmeckt aber auch feingeschnitten auf einem Butterbrot.

Stärkt das Immunsystem und wirkt antibakteriell.

Thymian ist  super für Soßen, Fisch, Fleisch und Veggiefood. Gekocht, gebraten, geschmort oder im Salat. Thymian liebe ich sehr.

Sein Einsatzgebiet in der Naturheilkunde ist enorm.
Er wirkt beruhigend sowie krampf- und schleimlösend.
Da er antibakteriell und Pilztötend wirkt, wird er auch oft in der Darmheilkunde eingesetzt.

Ysop ist ein etwas in Vergessenheit geratenes Kraut. Zu Unrecht, wie ich finde. Ich koche ihn in Schmorgerichten, Nudelsoßen und nehme ihn auch gerne für Grillmarinaden.

Ysop ist entzündungshemmend und leicht krampflösend. Außerdem wirken seine Inhaltsstoffe sich positiv auf den Gallenabfluss aus.