Kreativ mit Ton

Ton

Meine große Liebe gilt dem Ton. Da ich aber keinen Brennofen und auch nicht wirklich Platz für eine kleine Töpferwerkstatt habe, beschränken sich meine Experimente mit Ton auf bisher 2 Rehas. Ich hatte noch nie vorher Ton in der Hand gehabt, und war unglaublich gespannt, was ich denn wohl so herstellen würde. Mitpatienten töpferten, durchaus sehr kunstvoll, Schalen und Schüsseln, Kerzenständer, Blumenvasen und viele andere Gegenstände. Ich versuchte mich auch an einer Schale, und merkte schon beim Ton kneten, dass das nicht meine Mission sein sollte.

Ich hatte nach meinem ersten Hammerschub, durch eine halbseitige Gesichtslähmung und einer erheblichen körperlichen Einschränkung der rechten Körperhälfte , elementare Einschränkungen beim Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen und Sehen. Meine Sinne waren mehr als getrübt. Diese waren mir aber, wie jedem extrem wichtig. Ich hatte sogar, vor meiner Erkrankung, bei einer meiner Tätigkeiten im Jugendwerk in Gailingen, einer neurologischen Rehaklinik für Kinder und Jugendliche, Themen- Nachmittage mit dem Thema „Fühlen, Riechen, Schmecken“ angeboten.  Durch Abklingen der Symptome bekam ich aber doch, glücklicherweise größtenteils, meine Sinne zurück.

Ich saß also vor meiner bescheuerten Schale und dachte ich muss erstmal mir die richtigen Vibrationen holen, um kreativ aktiv zu sein. Setzte mir meinen MP3 Player auf und ließ die Gedanken treiben. Die Hände wurschtelten so völlig selbstständig vor sich hin. Irgendwann erkannte ich Ohren, Nasen, Zungen, Finger und sonstige Körperteile. Meine Sinne wollten erarbeitet werden. So bekam ich meine Mission und das sind einige Ergebnisse.