IMG 1787 960x356 - Seele

Die Seele

Die Diagnose einer scheinbar unheilbaren, chronischen Krankheit ist für jeden Menschen ein großer Einschnitt im Leben, denn vieles kann sich bzw. wird sich im Laufe der Jahre ändern. Davon bin ich auch nicht verschont geblieben. Und es ändern sich die Dinge auch nicht immer unbedingt zum Positiven. Um so wichtiger ist es, sich mental und psychisch bei Laune zu halten und Dinge zu finden, wenn man sie noch nicht hat, an denen sich die Seele laben kann und man seinen Grundoptimismus stärkt. Da ich an sehr vielen, manchmal sogar zu vielen Dingen und Themen interessiert bin und auch mir immer wieder neue Themen erschließe, habe ich das Luxusproblem mich ich in diesem Bereich eher zügeln zu müssen.

Meinen geistigen brainfood beziehe ich täglich von überall. Ich liebe es zu lesen, ob Buch, Zeitung, Online usw. Auf diesen Streifzügen, auch bei echten über Märkte, sammel ich Ideen. Ab und zu verwirkliche ich dann auch die Eine oder Andere,  indem ich mit meinen Jungs oder alleine, irgendwelche nützlichen oder weniger nützlichen Dinge bastel. Ich habe auf  meinen Rehas entdeckt, dass ich sehr gerne male und mit Ton arbeite und durchaus ansehnliche Dinge erschaffe. Ich kann dabei herrlich zu Ruhe kommen und die Gedanken geschmeidig fließen lassen, das Endergebnis ist für mich mittlerweile zweitrangig. Ich genieße den Prozess, wie ein „Werk“ bei mir entsteht.

Kreativ mit Ton

Malen

Unser Garten ist ein täglicher Quell für Inspiration und Ruhe. Ich liebe es in ihm zu arbeiten und mein eigenes Biotop zu kreieren. Die Arbeit in ihm ist für mich eine Art der Meditation. Zudem ersetzt die konzentrierte und wohldosierte Arbeit bei mir die Ergotherapie. Zudem gehe ich sehr gerne spazieren und beobachte die Natur. Ich kann dabei die Gedanken fließen lassen und mich dabei innerlich sortieren. Einer meiner Motivatoren ist dabei, dass jeder Schritt, den ich getan habe, mir nicht mehr „genommen“ werden kann. Zudem wohne ich in einer herrlichen Gegend, in die andere Menschen in den Urlaub fahren. Ich verreise aber auch sehr gerne, bin aber auf lange Flüge und Fahrten überhaupt nicht mehr scharf. Gut, daß ich durch meine Seezeit und Reisen in jungen Jahren, einige weit entfernte Länder kennenlernen durfte und ich mich heute sehr gut auf Europa beschränken kann. Gerne fahre ich nach Frankreich, Italien und Dänemark, am liebsten natürlich ans Meer. Bei diesen Excursionen, ob in die Nähe oder Ferne, fotografiere ich gerne.

Garten und Natur

Ein spät dazu gekommenes Seelenbalsam ist für mich Yoga und Achtsamkeitstraining, in der Regel, nach John Kabat Zinn. Ich habe dieses ebenfall bei einer Reha in den Schmieder Kliniken in Konstanz kennengelernt. Diese Form des Yogas ist eine sehr sanfte, aber durchaus auch fordernde Form des Yoga. Es soll das Immunsystem unterstützen und wichtige Organe stimmulieren. Zudem halte ich es für unabdingbar, speziell, wenn man durch so ein Krankheit wie MS, seine Grenzen deutlich aufgezeigt bekommt, sich mit sich intensiv zu befassen. Und das beginnt mit Achtsamkeit, reinfühlen, spüren, wahrnehmen, ziehen lassen, usw. Es hilft zu entschleunigen, gelassener zu werden und man schenkt sich notwendige Zeit für sich selbst!