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Medikamente

Wie für jede Erkältung oder ändere Krankheiten gibt es auch für die Behandlung der verschiedenen Formen der MS, verschiedene Medikamente. Im Grunde genommen weiß aber niemand, ob sie helfen, oder nicht, es sei denn, man probiert es aus. Eines muss einem auch klar sein, MS Medikamente sind eben kein Erkältungsmittel. Sie sind äußerst potente, meist das Immunsystem manipulierende Wirkstoffe. Etliche haben teilweise, starke Nebenwirkungen. Manche können allergische Reaktionen auslösen. Fieber, Gliederschmerzen und andere unschöne Eventualitäten können auch regelmässig aufreten. Besprecht dieses Thema intensiv mit euren Ärzten. Informiert euch auch anderweitig über für euch neue Medis. Wenn ihr euch nicht sicher seid und ihr nicht gerade eine medikamentöse Deeskalationstherapie benötigt, dann bittet, um Bedenkzeit. Und nutzt diese, um euch zu informieren.

Viel hilft leider nicht immer viel! 

Seid auch eurem eigenen Medikamente Konsum kritisch gegenüber. Lasst eure Medikationen regelmäßig von anderen Ärzten, z. B. auf der Reha, überprüfen. Ich habe selber, gerade bei Schmerzmitteln festgestellt, dass mit der Intensität und der Dauer der Schmerzen, ich öfter  in der Versuchung war noch mal etwas nach zu legen. Die eventuellen Spätfolgen bei Leber, Nieren, Herz, etc. sind nicht abzusehen. Gerade im Bereich der chronischen Schmerzen und Streßreaktionen ist es bei mir oft sinnvoller, eine Runde zu meditieren oder Yoga zu machen und das Tempo aus mir rauszunehmen. 

Ich hatte erst überlegt, meine Medihistorie mit Verträglich- bzw. Unverträglichkeiten hier aufzuführen. Doch jeder Organismus ist total unterschiedlich und reagiert somit auch anders. Da die persönliche Einstellung zu einem Medikament ebenfalls differiert und ich kein Arzt und Pharmazeut bin, habe ich darauf doch lieber verzichtet. Ich bin aber tief davon überzeugt, dass die Heilung oder mittel-, langfristige Stabilisierung nicht nur ausschließlich durch Medikamente herbeigeführt wird. Auch bei mir geht es nicht ohne Medikamente gegen einige Symptome, wie Spastiken, Schmerz und Fatigue.  Auf zwei Medikamente möchte ich allerdings doch genauer eingehen und habe Ihnen einen eigenen Bereich gewidmet.

Das Eine ist Kortison, Fluch und Segen zugleich. Jeder, der das Erlebnis Kortisonstoss- Therapie kennt, weiß wovon ich rede. Da man aber selbst eine Menge für eine erträgliche Zeit tun kann und sollte, habe ich meine mittlerweile, zahlreichen Erfahrungen, hier gesammelt.

Das zweite ist medizinisches Cannabis, welches seit April 2017 für die Behandlung/ Therapie von Symptomen bei MS- Patienten eingesetzt werden darf.